Thüringer Stollen - Schittchen

Das beliebteste Gebäck zur Weihnachtszeit ist wohl der Christstollen. In vielen Gebieten Thüringens wird der vornehmlich aus Dresden bekannte Stollen natürlich selbst gebacken. Der Thüringer bezeichnet seinen Stollen aber als „Schittchen“. Wir geben Ihnen nachfolgend eine kleine Backanleitung.

Zutaten

2000 g Weizenmehl, ½ Teelöffel Salz, 750 g gründlich gesäuberte Sultaninen, 300 g fein gehackte süße Mandeln, 50 g fein geriebene bittere Mandeln (heutzutage durch Aroma ersetzen), 50 g fein gewürfeltes Zitronat, die abgeriebene Schale einer gereinigten Zitrone, 1 Liter Vollmilch, 750 g Butter, 500 g Zucker, 150 g Hefe

Zubereitung

Hefe in einem ¼ Liter lauwarmer Milch auflösen, 500 g Mehl locker unterarbeiten und diesen Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen. Ist dies geschehen, werden die anderen Zutaten hinzugefügt und ein nicht zu fester Teig geknetet. Beachten Sie, daß Sultaninen und Zitronat erst zuletzt untergeknetet werden. Diesen Teig wieder abdecken an einem warmen Ort zum aufgehen beiseite stellen.  Anschließend nochmals durcharbeiten und abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen. Danach den Teig zu zwei gleichen ovalen Platten ausrollen, formen und auf ein gut gefettetes, bemehltes Backblech legen. Abgedeckt an einem warmen Ort nochmals aufgehen lassen. In der erhitzten Backröhre etwa ein ¾ Stunde goldbraun backen. Noch warm mit 150 g zerlassener Butter bestreichen und anschließend mit Puder- und Vanillezucker bestreuen.

Nach zwei Tagen legen Sie die Stollen möglichst in einen geschlossenen Behälter. Erst nach ca. 8-10 Tagen entwickeln die „Schittchen“ ihren richtigen Geschmack. In der Regel nicht länger als 4 Wochen aufbewahren.